Er bringt moderne Musik in den Singkreis

«Mensch, Musik und Glaube sind für mich stark vermischt»: André Lichtler ist neu Dirigent des ökumenischen Singkreises

Die Liebe zur Musik und die Verbundenheit mit der Kirche begleiteten ihn von Brasilien, über Deutschland bis in die Schweiz. Ab diesem Jahr wird André Lichtler frischen Wind in den Singkreis Birmensdorf-Aesch bringen.

Celia Büchi, Limmattaler Zeitung 15.1.2022

André Lichtler, hier in der reformierten Kirche Birmensdorf, wird in Zukunft mit dem ökumenischen Singkreis an Gottesdiensten der Reformierten Kirchgemeinde Birmensdorf-Aesch und der Katholischen Kirchgemeinde Birmensdorf auftreten.

Am Adventskonzert des ökumenischen Singkreises Birmensdorf-Aesch Anfang Dezember verabschiedete sich die Dirigentin Rosette Roth nach rund 20 Jahren aus ihrem Amt. «Es war eine erfüllende Zeit. Irgendwann muss man aber Aufgaben in andere Hände übergeben.» Ab diesem Jahr wird André Lichtler ihren Platz einnehmen. Für ihn sei die Anfrage des ökumenischen Singkreises genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, sagt er. Seit sieben Jahren konzentriert sich der 54-Jährige voll auf das musikalische Leben in der Reformierten Kirchgemeinde Dietikon. Er leitet dort den Lincanto-Chor, den Singkreis für Seniorinnen und Senioren, das instrumentale Musikteam und projektmässig die Cevi-Singgruppe, spielt Orgel und organisiert Konzerte. Nun sei er bereit, sich einer zusätzlichen Herausforderung zu stellen. «Ich freue mich.»

Kirchenmusik war schon als Neunjähriger sein Ding

Schon sein ganzes Leben lang widmet Lichtler der Kirche und der Musik viel Zeit und Hingabe. Geboren und aufgewachsen in Brasilien, kam er durch seine christliche Familie schon früh in Kontakt mit der Kirche. «Ich kenne mich seit jeher als Kirchgänger», sagt Lichtler. In seiner Kindheit habe er in kirchlichen Gruppen wie der Sonntagsschule viele positive Erfahrungen gesammelt, was ihn stark geprägt habe.

Das gilt auch für die Musik: Bereits als er als Neunjähriger mit dem Klavierspielen begann, spielte er klassische Musik und Kirchenmusik. Einige Jahre später lernte er zusätzlich das Orgelspiel. Mit der Zeit spielte er die Orgel immer öfter auch in der Kirche und wurde dort stärker eingebunden. Der damalige Pfarrer habe seine Mithilfe geschätzt und in ihm ein Talent erkannt, erzählt Lichtler. «Deshalb hat er sich dafür eingesetzt, dass ich mit 20 Jahren von der lutherischen Kirche ein Stipendium für ein Musikstudium in München bekam.» Lichtler packte die Gelegenheit beim Schopf, verliess Brasilien und zog für fünf Jahre nach Deutschland. Dort schloss er erfolgreich ein Musikstudium in Kirchenmusik ab.

Er teilt sich das Rampenlicht gerne

Doch er vertiefte in München nicht nur seine musikalischen Fähigkeiten, sondern fand auch seine grosse Liebe, eine Schweizerin. 2014 zog er mit ihr in die Schweiz und leitete seither verschiedene Schweizer Chöre. Von St.Gallen bis in den Aargau, katholisch und reformiert: Lichtler hat über die Jahre ein ordentliches Repertoire an Erfahrungen gesammelt.

«Was mir gefällt, ist das Zusammenkommen von Menschen und das gemeinsame Musikmachen», sagt Lichtler. Er spiele zwar bis heute sowohl Klavier als auch Orgel, doch fühle er sich mehr als Chorleiter, denn als Solo-Instrumentalist.

«Als Solist muss man sich immer präsentieren und das liegt mir weniger.»

Mit dem ökumenischen Singkreis Birmensdorf-Aesch werde er sicher weiterhin mit Kirchenliedern arbeiten, doch wolle er auch Platz für Neues schaffen.

«Ich möchte versuchen, auch moderne Musik einzubringen.»

Immer wenn er Jazz mit klassischer Musik verbinde, würden die Leute zu ihm kommen und fragen: «Oh, so schön, was war denn das?»

Lieber Stille als Hintergrundmusik

Privat hört Lichtler immer noch am liebsten klassische Musik. Doch er habe sich auch mit anderen Musikrichtungen angefreundet und sei grundsätzlich offen für die verschiedensten Stile. Und manchmal geniesse er auch die Stille, sagt er. «Ich mag nicht so gerne Hintergrundmusik.» Da er bei der Arbeit ständig Musik höre, verrichte er beispielsweise die Hausarbeit meist in Ruhe. Neben seiner Tätigkeit als Chorleiter und Organist sei er nämlich viel im Haushalt tätig, sagt Lichtler. «Ich koche praktisch jeden Tag.» Habe er dazu noch freie Zeit, spaziere, lese und schwimme er sehr gerne.

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Gelungener Abschied nach 20 Jahren und 750 Proben

Der ökumenische Singkreis Birmensdorf-Aesch lud am zweiten Adventsonntag zum Konzert.
Es war die letzte Darbietung unter der langjährigen Dirigentin Rosette Roth.

Fabio Müller, Limmattaler Zeitung, 7.12.2021

Mit der Adventszeit kommt in Birmensdorf vor allem auch eines: Das jährliche Adventskonzert des ökumenischen Singkreises Birmensdorf-Aesch in der reformierten Kirche Birmensdorf. Nachdem dieses 2020 coronabedingt ausgefallen war, konnte das Adventskonzert diesen Sonntag wieder durchgeführt werden. Der Singkreis führte Werke von Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn- Bartholdy und die „Missa in simplicitate“ von Jakob Wittwer auf. Jakob Wittwer ist vor einem Jahr gestorben und seine Witwe Regula Wittmer begleitete den Chor ganz in seinem Sinne an der Orgel. Bei den bekannten Weihnachtsliedern, wie «Oh du fröhliche» oder «Stille Nacht» durfte das Publikum mitsingen.

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Der Präsident des Singkreises, Gerhard Eichinger, war zufrieden mit dem Konzert: «Endlich konnten wir wieder ein Konzert durchführen und der Chor hat eine super Leistung erbracht.» Ebenfalls freute sich Eichinger über die Anzahl Personen, die in der Kirche anwesend waren. «Normalerweise sind es mehr Leute. Dass die Kirche aber zu drei Viertel gefüllt war, freut mich angesichts der jetzigen Situation sehr», sagte Eichinger. Auch die Dirigentin des Chores, Rosette Roth, zieht ein positives Fazit: «Dafür, dass wir im vergangenen Jahr weniger proben konnten, war es richtig schön. Auch die Solisten mit ihren wunderbaren Stimmen und das Orchester haben wesentlich zu dieser festlich feierlichen Stimmung beigetragen.»

„Es war eine erfüllende Zeit“

Dass das zu Ende gehende Jahr ein herausforderndes war, bestätigt Eichinger. Bis Mitte Mai waren gar keine Proben möglich. Danach begannen wir mit Masken und grossem Abstand zu singen. Es war eine Herausforderung für Dirigentin, Sängerinnen und Sänger. «Umso besser war es, dass wir in der zweiten Jahreshälfte wieder ziemlich normal proben konnten», sagt Eichinger.

Für Rosette Roth war diesen Sonntag das letzte Adventskonzert als Dirigentin. Nach rund 20 Jahren und etwa 750 Proben gibt sie ihr Amt ab. «Es war eine erfüllende Zeit. Irgendwann muss man aber Aufgaben in andere Hände übergeben». Die verschiedenen Chorauftritte bei den Gottesdiensten im Kirchenjahr und das abschliessende Adventskonzert gaben mir die Möglichkeit für ein musikalisch vielfältiges Schaffen».

Der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern

Lange nach einem Nachfolger für Rosette Roth musste der Singkreis nicht suchen. Dieser ist bereits gefunden, er muss aber noch von der Kirchpflege in seinem Amt bestätigt werden.

Einlass zum Konzert wurde nur unter Einhaltung der 3G-Regel gewährt. Zudem empfahl der Singkreis den Besucherinnen und Besuchern, eine Maske zu tragen. Der Augenschein zeigte: Eine Mehrheit der Anwesenden ist dieser Empfehlung gefolgt. Das Konzert abzusagen, wie das etwa die Harmonie Birmensdorf bei ihrem Konzert in Aesch getan hatte (Die „Limmattaler Zeitung“ berichtete), kam laut Eichinger nicht infrage.

Das Publikum genoss das Konzert. Unter ihnen war auch Dölf Bruggmann aus Birmensdorf. Er besucht das Konzert jedes Jahr: „Für mich läutet das Konzert die Weihnachtszeit ein. Deswegen hat es mich sehr gefreut, dass das Konzert dieses Jahr wieder stattfindet. Den Wermutstropfen sieht er einzig darin, dass er wegen der Masken nicht wie in den Vorjahren mitsingen konnte.“ In allem zieht er ein positives Fazit aus dem Konzert: „Es war sehr schön, auch wenn nicht so viele Leute wie in den Vorjahren da waren. Angesichts der aktuellen Corona-Situation macht das aber Sinn.“

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Probeweekend

Das für Ende Oktober geplante Probeweekend in der Rämismühle im Tösstal musste kurzfristig nach Aesch in den Gemeindesaal Nassenmatt verlegt werden, da in der Rämismühle ein Coronafall aufgetreten ist.

So konnten wir uns in Aesch auf das Adventskonzert vorbereiten. Unter anderem übten wir zwei achtstimmige Chöre.

Das gesamte Programm finden sie am Flyer unter dem Menupunkt Downloads.

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Corona Virus

Wir beginnen wieder unter Schutzmassnahmen zu proben. Am 18.5. 2021 findet nach langer Pause die erste Probe statt. Wir proben in zwei Gruppen mit maximal 15 Sängerinnen und Sängern.

Ab 31.5.2021 probt wieder der Gesamtchor mit Schutzkonzept entsprechend den Vorschriften.

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Weihnachtsbasar

Gemeinsam mit den Untikindern der ref. Kirche sangen wir im Gottesdienst zum Weihnachtsbasar am 17.11.2019 im Gemeindezentrum Brühlmatt.

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Rämismühle 2019

Am Wochenende 19./20. Oktober waren wir in der Rämismühle im Tösstal, um uns auf das Adventskonzert vorzubereiten.

Singsaal im Haus Bethel
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Adventskonzert 2019

Adventskonzert Singkreis
Foto: Christian Murer, Limmattaler Zeitung

«Zwischen Himmel und Erde» bewegte sich der etwa 40köpfige ökumenische Singkreis Birmensdorf-Aesch mit weiteren Mitwirkenden an seinem traditionellen Adventskonzert in der Ref. Kirche Birmensdorf. Dieses Konzert unter der Leitung von Rosette Roth füllt seit vielen Jahren fast alle Plätze in der grossen Kirche.

Das diesjährige Programm war besonders vielseitig, umfangreich und von hoher Qualität. Besonders gefallen haben die drei Sequenzen aus der Deutschen Messe in C von F. Schubert. Dabei wechselte der Chor mit den hervorragenden Solisten Ute Kleiber (Sopran) und Nuno Henriques dos Santos (Tenor) ab.

Zahlreiche Gesangsstücke widmeten sich den Hirten auf Erde und dem Gott im Himmel. Dabei kamen auch zeitgenössische Komponisten zum Zug, wie z.B. L. Maierhofer, geboren 1956, mit seinem Lied «Zwischen Himmel und Erde».

Das gemeinsame Singen mit den vielen Zuhörern war besonders erfolgreich bei bekannten Titeln wie «Kommet ihr Hirten» oder der Zugabe «Stille Nacht, heilige Nacht».

An der Orgel begleitete anstelle der verhinderten Regula Wittwer die auch sehr begabte Katharina auf der Mauer.

Mit einem anhaltenden Applaus bedankten sich die vielen Zuhörer beim Ökumenischen Singkreis für die vielen Proben und den sehr gelungenen Auftritt.

Andreas Häni

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Chorreise 2019

am Samstag, 17. August 2019

an den Arnisee im Kanton Uri

Früh am Morgen fuhren 29 Singkreisler und ein Hund mit dem Zug von Birmensdorf über Zug, und wegen Gleisarbeiten über Rotkreuz nach Erstfeld und von dort mit dem Bus nach Intschi, wo wir zur Kaffipause im Gasthaus Schäfli einkehrten. Dort trafen wir Rosette und Tobias.

Mit der kleinen Luftseilbahn (8er Gondel) ging es hinauf zum Arnisee. Anfänglich war es noch etwas bewölkt, aber schon bald zeigte sich die Sonne und wir genossen von hier oben auf 1370m die Aussicht auf die umliegenden Urner Berge wie Windgällen, Bristenstock usw.

Zunächst wurde der kleine See umrundet. Unterwegs fanden wir viele Heidelbeeren. Auf einem Bänklein am See konnten wir picknicken. Diejenigen, die es lieber gemütlich haben wollten, gingen ins Restaurant und fuhren dann mit der Luftseilbahn wieder ins Tal. Die anderen wanderten auf einem guten Strässchen nach Gurtnellen Dorf (ca. 2 Std). Unterwegs besichtigten wir die Maria Hilf Kapelle von Gurtnellen und sangen dort einige Lieder. In Gurtnellen Dorf kehrten wir im Garten des Gasthauses Bergheim ein.

Mit dem Bus ging es wieder zurück nach Flüelen und von dort mit dem Zug über Rotkreuz, Zug nach Birmensdorf, wo wir um 19:35 eintrafen.

Ganz herzlichen Dank an die Organisatoren Annelies und Walti

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